Literatur Update 2014 - die Preisträger

Tobias Roth gehört auch 2014 mit seinem Beitrag "Zwiefacher" wieder zu den Preisträgern der Literaturstiftung Bayern!

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Foto: © Hans Praefke

Tobias Roth über das Schreiben:
„Die Elemente der Literatur kennen keine Abnutzungserscheinungen, ganz im Gegenteil: Mit jedem neuen Sonett wird das Sonett reicher und anziehender, mit jeder neuen Blumenmetapher die Blumenmetaphorik, wenn nur die Reflexion geleistet und als ästhetischer Mehrwert spürbar gemacht wird, dass sich das neue Sonett und die neue Blume in einem Flöz aus Sonetten und Blumen befinden. Entschiedene Auskunft ist hier nicht zuviel verlangt (denn dass sich Dichter irgendwie für etwas interessieren oder etwas spannend finden, das wissen wir ad nauseam). Der Garten hat keine Begrenzung, die Wollust kein Ende, wenn wir es nicht selbstquälerisch abschnüren. Aristophanes und Horaz sind genauso tot, aber lebendig wie Giovanni Pontano und Thien Tran. Begegnung und Gespräch, was sonst."
Aus: Tradition. Gänge um das Füllhorn. Edition Poeticon im Verlagshaus J.Frank, hg. v. Asmus Trautsch, Berlin 2013, S.44f.

Sein Wettbewerbsbeitrag: Zwiefacher   

 

Tobias Roth, geboren 1985 in München, Studium in Freiburg und Berlin. Seit 2013 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am SFB 644 Transformationen der Antike. Seit 2011 Herausgeber der Berliner Renaissancemitteilungen, seit 2012 im Vorstand der Internationalen Wilhelm-Müller-Gesellschaft. Seine Lyrik, Essais und Erzählprosa wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2007, 2009, 2011 im Essay-Wettbewerb der Goethe-Gesellschaft Weimar, 2010 und 2012 von der Literaturstiftung Bayern, 2010 mit einem Stipendium des Literarischen Colloquiums Berlin und 2013 mit dem Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis beim Literarischen März Darmstadt. Im Verlagshaus J.Frank Berlin erschienen 2013 der Gedichtband Aus Waben und der Essai Tradition. Gänge um das Füllhorn. Für Weiteres vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Tobias_Roth